Ehe und Sexuelle Zufriedenheit im Islam
Produkteigenschaften :
Verlag: Çağrı Yayınları
Autor: Mahmud Mehdi İstanbuli
Einband: Kartoniert
Papierqualität: 2. Klasse
Seitenzahl: 485
Format: 13,5 x 19,5 cm
Gewicht: 330 g
Vorwort
„Wisse, dass dem Menschen die sexuelle Begierde aus zwei Gründen gegeben wurde:
Der erste Nutzen besteht darin, dass der Mensch durch sie die Freuden des Jenseits besser begreifen und diese weltliche, sehr kurze Lust damit vergleichen kann.
Wäre diese Lust von längerer Dauer, wäre sie die größte aller körperlichen Freuden.
Die Qualen des Jenseits wären wiederum die stärksten aller Schmerzen.
Das Erleben von Lust und Schmerz im Diesseits ist eine Art Hinweis und Antrieb, der den Menschen dazu führt, den Weg zur ewigen Glückseligkeit zu suchen.
Denn wonach man keinen Vorgeschmack hat, danach kann man sich auch nicht sehnen.
Der zweite Nutzen besteht im Fortbestehen der Menschheit und der eigenen Nachkommenschaft.
Doch es gibt auch Gefahren, wenn die Begierde nicht kontrolliert und nicht vor Ausschweifung geschützt wird.
Diese Gefahren können sowohl die Religion als auch das weltliche Leben eines Menschen verderben.
Einige Gelehrte sagten, dass im Qur’an die Bittformulierung
„Unser Herr, belaste uns nicht mit etwas, das wir nicht zu tragen vermögen“
auf die sexuelle Begierde hindeute.
Diese Begierde führt manche Unwissenden zur „verliebten Besessenheit“.
Das ist der Höhepunkt der Unwissenheit und bringt den Menschen auf ein Niveau, das sogar unter dem der Tiere liegt.
Denn wer dieser Art Liebe verfällt, gibt sich nicht damit zufrieden, die natürliche körperliche Lust zu empfinden.
Er glaubt, dass er nur bei einer einzigen Person Erfüllung finden könne – während sogar Tiere mit jedem geeigneten Partner zufrieden sind.
So fällt er von Erniedrigung zu Erniedrigung und wird fast zum Sklaven seiner Begierde.
Die Vernunft verspottet eine solche Begierde, denn die Vernunft wurde erschaffen, um befolgt zu werden – nicht um der Begierde zu dienen oder ihretwegen zugrunde zu gehen.
Liebe ist nichts anderes als eine übertriebene Form der Begierde.
Sie ist eine Krankheit leerer Herzen.
Um nicht in diese Krankheit zu verfallen, muss man schon den Anfängen – den Blicken und Gedanken – ausweichen.
Wenn dies versäumt wird, gewinnt die Liebe an Stärke und wird immer schwieriger zu überwinden.“
— Ebu Hâmid el-Gazzâlî, „İhyâu Ulûmi’d-dîn“
„Lust wird nicht nur von Menschen, sondern von allen Lebewesen begehrt.
Lust an sich kann nicht getadelt werden – nur dann, wenn sie größere und vollkommenere Freuden verhindert.
In einem solchen Fall ist es zweifellos besser, die geringere Lust aufzugeben.
Denn die Schmerzen, die aus ihr entstehen, sind größer als die Unannehmlichkeit, sie nicht erreicht zu haben.
Der Unterschied zwischen einem klugen Menschen und einem törichten liegt genau hier:
Verstand bedeutet zu erkennen, dass die Freuden und Leiden des Jenseits größer sind als die des Diesseits.
Wer dies begreift, wählt die größere, dauerhafte Freude und nimmt nur geringe Mühen auf sich, um sich vor großen Leiden zu schützen.
Möge Allah uns helfen.“
— İbn el-Kayyım el-Cevziyye, „el-Fevâid“
Inhaltsverzeichnis (Auszug):
1. Abschnitt – Die Ehe ist Gottesdienst
• Die Ehe ist eine Gnade … 1
• Ermutigung zur Heirat … 2
• Die natürlichen Gefühle richtig einordnen … 5
• Die Frau als das beste Gut der Welt … 12
2. Abschnitt – Vorbereitung auf die Ehe
• Einen rechtschaffenen Ehepartner wählen … 19
• Täuschung durch äußere Erscheinung … 29
• Notwendigkeit des gegenseitigen Anschauens vor der Ehe … 31
• Medizinische Untersuchung vor der Heirat … 36
3. Abschnitt – Die Sicht des Islam auf Liebe … 47
4. Abschnitt – Erleichterung und Segen der Ehe … 55
5. Abschnitt – Ratschläge vor der Hochzeit … 73
6. Abschnitt – Hochzeiten … 79
7. Abschnitt – Die Hochzeitsnacht und das eheliche Zusammensein … 99
8. Abschnitt – Technik des ehelichen Zusammenseins … 143
9. Abschnitt – Hochzeitsmahl … 171
10. Abschnitt – Frauen nicht verletzen … 179
11. Abschnitt – Tugenden und schlechte Eigenschaften … 195
12. Abschnitt – Rechte und Pflichten … 211
13. Abschnitt – Ehe, Nutzen und Verantwortung … 243
14. Abschnitt – Hohe Prinzipien einer islamischen Erziehung … 303
15. Abschnitt – Frauen können zur Versuchung werden … 329
16. Abschnitt – Die Familie in stürmischen Zeiten … 337
17. Abschnitt – Gefahren für die Familie … 353
18. Abschnitt – Keuschheit unter Allahs Schutz … 375
19. Abschnitt – Die Flamme der Eifersucht … 391
20. Abschnitt – Vor dem Unglück vorsichtig sein … 401
21. Abschnitt – Familiäre Konflikte … 415
22. Abschnitt – Antworten auf Fragen zur Sexualethik … 430
Schlusswort … 477