EMSİLE – BİNA – MAKSUD (Arabische Grammatik) – Text und Übersetzung
| Übersetzer: | Arif Erkan |
| Veröffentlichungsdatum: | 28.11.2012 |
| ISBN: | 9789759180164 |
| Auflage: | 1. Auflage |
| Sprache: | Arabisch, Türkisch |
| Seitenzahl: | 189 |
| Einband: | Kartoniert |
| Papierart: | Şamuha-Papier |
| Format: | 13.5 x 19.5 cm |
Dieses Buch vermittelt grundlegende arabische Wortlehre. Über Jahrhunderte hinweg wurde es in den osmanischen Medresen als zentrales Lehrwerk verwendet. Auch heute gehört es zu den geschätzten, häufig empfohlenen Klassikern.
Emsile – Binâ – Maksûd wurde vom Kocaeli-Zentralprediger Arif Erkan so vorbereitet und übersetzt, dass Leserinnen und Leser aller Niveaus den Inhalt leichter verstehen können.
Gepriesen sei Allah, der Herr der Welten. Möge unser Dank und unsere Segenswünsche unserem Wegweiser Muhammad, seiner Familie und allen Gefährten gelten. Möge Allah mit all jenen zufrieden sein, die der erhabenen Religion des Islam mit ihrem Wissen und ihrer Gelehrsamkeit gedient haben.
Bekannt ist: Allah hat seinen letzten Offenbarungsbuch, den Heiligen Koran, in arabischer Sprache herabgesandt, und der große Prophet Muhammad (s.a.w.) hat ihn ebenfalls auf Arabisch erklärt. Über viele Jahrhunderte verfassten islamische Gelehrte unzählige Werke auf Arabisch, um den Islam zu erklären, zu verbreiten und lebendig zu halten. Wer den Islam aus verlässlichen Quellen erlernen möchte, muss über Kenntnisse der arabischen Sprache verfügen. Arabisch ist zudem heute eine bedeutende Wissenschafts- und Kultursprache – in der gesamten islamischen Welt, aber auch in Europa, Asien und Amerika.
Zwischen Arabisch, Osmanisch und dem modernen Türkisch bestehen enge Verbindungen. Man kann sagen: Wer die türkische Sprache gründlich lernen möchte, sollte zumindest Grundkenntnisse im Arabischen haben.
Islamgelehrte haben über Jahrhunderte hinweg intensiv an Grammatik und Lexik des Arabischen gearbeitet. Durch sorgfältige Analysen wurden tausende präzise Regeln erstellt und in Werken festgehalten.
Die drei klassischen Werke EMSİLE, BİNÂ und MAKSÛD – die im gesamten islamischen Raum, besonders im Osmanischen Reich, großen Ruhm erlangten – wurden über Generationen hinweg an Medresen gelesen und sogar auswendig gelernt. Diese Bücher wurden insbesondere verfasst, um den arabischen Morphologie-Unterricht (Sarf: Formenbildung und Wortableitungen) zu erleichtern.
In früheren Zeiten gab es kaum jemanden, der Arabisch lernte, ohne diese Werke zu studieren. Auch heute besitzen sie ihren Wert. Allerdings haben sich moderne Lehrmethoden und Buchstrukturen weiterentwickelt, sodass manche Elemente der alten Ausgaben für Anfänger schwer verständlich sind. Daher entstand das Sprichwort: „Unser Junge liest Binâ – und dreht wieder von vorne.“
Obwohl zu diesen Werken zahlreiche Kommentare und Randbemerkungen verfasst wurden, richten sich diese häufig mehr an Lehrende als an Lernende. Aus diesem Grund haben wir die Werke in verbesserter Struktur neu übersetzt – um vor allem Lernenden den Einstieg zu erleichtern.
Der arabische Text wurde nach modernen Satz- und Interpunktionsregeln gesetzt: mit Absatzanfängen, Punkten, Kommas, Frage- und Ausrufezeichen. Dadurch kann der Leser den arabischen Text leichter und schneller erfassen. Wer diese Bücher sorgfältig einmal durchliest, wird – mit Allahs Erlaubnis – den Inhalt verstehen können. Das alte Sprichwort „Unser Junge liest Binâ und fängt wieder von vorne an“ wird damit überflüssig.
Ich habe die Texte von Emsile, Binâ und Maksûd in einem Band zusammengeführt. In Zukunft plane ich – so Allah will – auch die Werke Avâmil, İzhar und Kâfiye (zur arabischen Syntax/Nahw) zu übersetzen. Wer diese sechs Bücher gründlich studiert, besitzt solide Grundlagen des arabischen Sprachwissens. Danach heißt es: viel lesen, den Wortschatz erweitern und Sicherheit im Satzbau entwickeln. Wer eine solche Stufe erreicht, versteht arabische Texte mühelos – ohne über Regeln nachdenken zu müssen. Ohne Grammatikkenntnisse ist dies jedoch für einen Nichtmuttersprachler unmöglich.
Ich selbst habe die Werke Emsile, Binâ und Maksûd vor Jahren gelesen. Da viele im Osmanischen Reich gedruckte Werke keinen Autorenvermerk tragen, war der Urheber unbekannt. Später fand ich in Katip Çelebis Werk „Keşf ez-Zunûn“ einige Angaben – meist mit dem Hinweis „es wird gesagt…“. Ich gebe diese hier wieder:
1– Der Verfasser des Werks „Emsile“ ist unbekannt. Es heißt, Imam Ali habe es verfasst, doch dies ist nicht gesichert. Sicher ist jedoch: Imam Ali gehört zu den ersten, die die arabische Grammatik systematisch behandelten.
2– Auch das Werk „Binâ“ (über Wortformen und Ableitungen) hat keinen sicheren Autor. Es heißt, Imam A‘zam habe es geschrieben, doch dies ist nicht bestätigt. Unstrittig ist jedoch: Das Buch wurde über Jahrhunderte in osmanischen und anderen islamischen Medresen gelehrt und vielfach auswendig gelernt.
3– Auch der Urheber des Werkes „Maksûd“ ist strittig. Katip Çelebi berichtet, dass manche es Imam A‘zam zuschreiben, während andere einen anderen Autor nennen. Viele Gelehrte – darunter Imam Birgivî – haben dieses Werk kommentiert. Möge Allah mit all diesen Gelehrten zufrieden sein.
Um Fehler bei der Übersetzung zu vermeiden, habe ich große Sorgfalt angewandt. Dennoch können menschliche Fehler vorkommen – zumal ein Buch viele Hände durchläuft: Schreiber, Setzer, Buchbinder. Möge Allah allen Beteiligten vergelten und eventuelle Fehler vergeben.
INHALT
Sülâsî-mücerred (dreikonsonantige Grundform) – sechs Formen 75
Erweiterte Formen mit einem zusätzlichen Buchstaben – drei Formen 78
… (vollständiges Inhaltsverzeichnis wie im Original)
Hinweis: Dieses Verzeichnis wurde nicht nach der klassischen Ordnung, sondern nach thematischen Schwerpunkten erstellt, um den Lesern eine leichtere Orientierung zu ermöglichen.